Die detaillierte Untersuchung des kindlichen Herzens wird optimalerweise in Verbindung mit der differenzierten weiterführenden Organdiagnostik in der 20-22. SSW durchgeführt. Ca. 1% von 1000 Kindern wird mit einem Herzfehler geboren. Etwa die Hälfte dieser Herzfehler benötigen eine operative Korrektur.

Indikationen zur fetalen Echokardiographie sind z. B.:

  • Herzfehler in der Familie
  • Herzfehler Ihrer Kinder aus vorausgegangenen Schwangerschaften
  • Strahlendisposition
  • Medikamenteneinnahme
  • Infektionen
  • Mütterliche Erkrankungen (z.B. Diabetes)
  • Andere Fehlbildungen (komplexes Fehlbildungssyndrom)
  • Auffälliger Befund im Rahmen der Mutterschutzvorsorge
  • Herzrhythmusstörungen

Es ist durchaus möglich, dass eine Untersuchung des fetalen Herzens auch vor der 20. SSW oder jenseits nach der 22. SSW indiziert ist.

  • Auffälliger Befund beim Ersttrimester-Screening.
  • Auffälliger Befund im Rahmen der invasiven Diagnostik.
  • Herzrhythmusstörungen jenseits der 26. SSW, wenn das Reizleitungssystem des Herzens ausgereifter ist.
  • Manche Herzveränderungen entwickeln sich auch erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Schwangerschaft.

Die Untersuchung des fetalen Herzens wird beeinflusst durch die Lage des Kindes oder andere erschwerende Ultraschallbedingungen. In diesem Fall sollte eine erneute Untersuchung im Intervall vereinbart werden.

Fetomaternale Doppleruntersuchung

Mit Hilfe von hochauflösenden Ultraschallgeräten gelingt bei speziellen Fragestellungen die Darstellung von Blutflussprofilen im Ductus vensosus zwischen der 11.–14. SSW von transvaginal oder transabdominal in über 97% der Fälle. Die Nackentransparenzmessung zwischen der 11.–14. SSW ermöglicht die Erkennung von Feten mit einem erhöhten Risiko für chromosomale Anomalien und angeborene Herzfehler. Die Dopplersonographie des Ductus venosus zu diesem Zeitpunkt könnte von zusätzlicher Bedeutung sein, weil ein Zusammenhang zwischen einem fehlenden oder reversen Blutfluss während der Vorhofkontraktion (a-Welle) im Ductus venosus und chromosomalen Anomalien beschrieben wurde. Darüber hinaus wurde eine Beziehung zwischen abnormalen Blutflussmustern im Ductus venosus und dem Auftreten von angeborenen Herzfehlern bei Feten mit verdickter Nackentransparenz und unauffälligem Karyotyp nachgewiesen.
Mit Hilfe der Analyse der Blutflussprofile der Arteria uterina im 2. Trimenon können je nach Untersuchungszeitpunkt (20.–24. SSW) in Abhängigkeit der Definition der Abnormalität im Blutflussmuster (Widerstandserhöhung oder Notching) 60–70% der Schwangeren mit einer Präeklampsie oder einer intrauterinen Wachstumsretardierung erkannt werden. Schwangere mit normalen Blutflussprofilen in der Arteria uterina in der 24. SSW haben ein sehr niedriges Risiko für eine schwer wiegende Schwangerschaftskomplikation (IUGR, Präeklampsie, vorzeitige Plazentalösung, intrauteriner Fruchttod).
Die integrierte Überwachung des wachstumsretardierten Fetus im späten 2. und 3. Trimenon erfolgt auf der Basis der Beurteilung des biophysikalischen Profils, der Kardiotokographie und der Dopplersonographie. Während der Phase der kompensierten intrauterinen Wachstumsretardierung (IUGR) wird eine Widerstandserhöhung im uteroplazentaren Kreislauf anhand abnormer Blutflussprofile in der Arteria umbilicalis detektiert. Eine Kreislaufumverteilung beim Fetus wird durch die Analyse der Blutflussmuster in der Arteria cerebri media erkannt. Die Dekompensation der Adaptationsvorgänge des IUGR-Fetus wird durch abnorme Blutflussprofile in den präkordialen Venen erkennbar und ist häufig mit einer erhöhten perinatalen Morbidität und Mortalität des Fetus verbunden. Ziel der integrierten Überwachung ist die Bestimmung des optimalen Entbindungszeitpunktes dieser IUGR-Feten.


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